Der Schmerz, den Ich brauche
Wenn Schmerzen bleiben oder Selbstverletzung entsteht
Schmerzen sind für viele Menschen zuerst einmal etwas, das sie vermeiden wollen. Doch es gibt einen Schmerz, den manche Menschen „brauchen.“ Gerade nach belastenden Erfahrungen oder traumatischen Erlebnissen kann dieser Schmerz auf verschiedene Weise präsent sein und eine wichtige Funktion erfüllen.

Das Körpergedächtnis
Manche Menschen leben mit Schmerzen, für die keine körperliche Ursache gefunden wurde.
Dein Körper versucht dann, etwas auszudrücken, wofür es vielleicht noch keine Worte gibt:
Überforderung, Ohnmacht, Angst oder alte Hilflosigkeit aus Situationen, die viel zu viel waren.
Schmerz zur Überdeckung anderer Schmerzen
Manchmal ist das Erlebte so belastend und überwältigend gewesen, dass du versuchst, diesen ursprünglichen Schmerz zu „überschmerzen“. Selbstverletzendes Verhalten, wie sich schlagen, ritzen, o.ä., gibt dir das Gefühl wieder in Kontakt mit dir zu sein.
Die Wirkung:
Für einen Moment spürst du die Lebendigkeit in dir. Du hast die Kontrolle über den selbstzugeführten Schmerz. Und er gibt dir eine Art von Befriedigung.
Auch körperliche Schmerzen – ohne klare Ursache – können so wirken:
Sie sind die Sprache deines Körpers für ungelöste Überforderung.
Schmerz in Beziehungen und Sexualität
Es gibt Formen von Schmerz, die auch in zwischenmenschlichen Beziehungen und in der Sexualität auftauchen.
Vielleicht brauchst du starke körperliche Reize, um dich emotional spüren zu können. Oder du erträgst dir zugefügte Schmerzen oder verletzende Situationen, weil du gelernt hast, dass Schmerz ein Teil von Nähe oder Liebe ist.
Häufig gekoppelt mit dem Gefühl, keine eigenen Grenzen setzen zu dürfen oder Wertlosigkeit zu empfinden.
Unerklärliche oder traumabezogene Schmerzen können sich sehr unterschiedlich zeigen
Mögliche Symptome und Belastungen können sein:
1. körperliche & ohne organische Ursache
Chronische Kopf-, Bauch-, Rücken- oder Muskelschmerzen.
2. weitere körperliche & psychische
Erhöhte Schmerzempfindlichkeit, Verspannungen, Erschöpfung, Schlafstörungen und vegetative Symptome wie Herzrasen, Schwitzen oder Zittern.
3. Emotionale
Gefühle von Taubheit, innerer Leere, Entfremdung vom eigenen Körper oder das Empfinden, „nicht richtig da“ zu sein.
4. Gedanken & Soziales Umfeld
Ständige Unsicherheit („Stelle ich mich an?“, „Bilde ich mir das ein?“) und das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden.
5. Folge Belastungen
Angst vor weiteren Schmerzen, Rückzug aus dem Alltag, depressive Stimmung, Scham und Schuldgefühle – besonders bei selbstverletzendem Verhalten.
Dein Schmerz hat eine Bedeutung
Dein Schmerz lenkt deinen Blick dorthin, wo etwas Aufmerksamkeit braucht.
Eine Brücke zu deiner Geschichte.
Zu der Person, die du vor deinen Erlebnissen warst, und zu der Geschichte die du heute schreiben willst.
Er unterstützt dich dabei, dein ganzes Selbst zu integrieren.
Er gibt dir eine Rückmeldung aus deiner Tiefe.
Ein Weg, dich lebendig zu fühlen, wenn alles andere taub wirkt oder dich Überlastet.

Gemeinsam verstehen und integrieren
In meiner Begleitung nehme ich dir den Schmerz nicht weg.
Wir nutzen ihn behutsam als Teil von dir.
Gemeinsam lernen wir ihn kennen und verstehen, damit Vertrauen entsteht:
Vertrauen zu dir selbst, in einem sicheren, verlässlichen Raum.
Ich begleite dich mit Herz und Klarheit.
Zusammen können wir einen Ausdruck für das was unter dem Schmerz liegt, finden.
Wenn du dich in diesen Zeilen wiederfindest,
dann kontaktiere mich für ein unverbindliches Kennenlerngespräch. Gerne über den Onlineterminbutton oder über das Kontaktformular
