Sinnlosigkeit & Suizid

10. April 2026

Sinn entsteht aus Bedeutung

Aus Arbeit, aus dem Wert, den wir für andere Menschen haben, aus Zielen, aus Verantwortung gegenüber Menschen, auch gegenüber einem Tier.
Der Sinn geht verloren, wenn diese Dinge uns entgleiten: durch Scheidung, durch Verlust von Menschen, von Arbeit, von Gesundheit. Dann kann sich plötzlich alles, was wir tun, sinnlos anfühlen.

Es sterben mehr Männer als Frauen durch Suizid. Wahrscheinlich weil Männer auf Nummer sicher gehen möchte, also… ganz oder gar nicht.
Bei Frauen kommen häufiger Mittel zum Einsatz, die nicht direkt unmittelbar wirken.
Möglicherweise greifen sie eher dazu, da sie noch einen Funken Hoffnung haben, doch noch gebraucht zu werden.

Frauen nehmen ihre emotionale Ebene evolutionär bedingt oft feiner wahr.
Bei Männern ist diese Feinfühligkeit von der Evolution her nicht in derselben Bewusstheit angelegt.
Stell dir vor, du wachst nachts auf, weil du ein Geräusch im Haus hörst.
Du stupst deinen Mann in die Rippen, damit er nachschauen geht.
Genau dafür ist es sinnvoll, dass er seine Emotion in dem Moment ausblenden kann. Gesellschaftlich kam dazu: Ein Mann soll stark sein, nicht weinen.
Diese sensiblen Gefühle wurden ihm regelrecht abgesprochen.
Unsere Kultur, unsere Prägungen, unsere Geschichte gehört mit zu uns.
Doch wir dürfen dort in die Bewusstheit kommen und wir alle haben männliche und weibliche Energie in uns.
Männer dürfen hier wieder in eine Bewusstheit ihrer Herzebene finden.

Das was nicht gesagt werden darf

Sinnlosigkeit, die nicht ausgesprochen werden darf, sitz tief in unseren Schattensein.
Es gibt genügend Dinge, die einem helfen können aus einer gewissen Sinnlosigkeit hinaus zu kommen.
Zum Beispiel: Vernetzen, eine Gruppe suchen, mit jemandem reden, sich eine Pflanze kaufen, ein Ehrenamt übernehmen.
All das kann helfen, wenn du der Typ dafür bist.
Aber es gibt genug Menschen, die alles versucht haben und sich trotzdem sich das Leben genommen haben.
Dieses Sich mitteilen ist bei solchen Tabus enorm schwer. Selbst gegenüber der eigenen PartnerIn oder den Eltern.
Es betrifft die emotionale Ebene, für die dem Gegenüber oft schlicht die Erfahrung fehlt. Nicht aus Bösartigkeit, sondern aus Mangel an eigenem Erleben.

Wenn wir diese Einsamkeit durchqueren, kommt irgendwann diese riesige Leere mit dem großen Nichts.
Einer der beschissensten Prozesse, die es gibt.
Genau da geht es um Sein oder Nicht-Sein.
Der Mensch hat einen freien Willen und selbst wenn sich im Außen alles eingeschränkt anfühlt, bleibt die Freiheit, wie wir damit umgehen.
Wir müssen die emotionale Ebene mitnehmen, dieses Nichts an Gefühl zulassen, so paradox das klingt.
Die drei Ebenen, Herz, Körper, Geist, miteinander verbinden. Auch das ist kein leichter Prozess.

Hier geht es nicht um gut oder böse.

Wir sind auf dem Planeten der Polarität. Nichts Gutes ohne Böses, Yin und Yang, Mann und Frau.
Es geht auch nicht um fair oder gerecht, das sind menschengemachte, juristische Begriffe.
Wenn du an diesem großen Nichts angekommen bist… gib ihm eine Daseinsberechtigung.
Wenn du das Nichts durchschreitest und die Emotion zulässt, kehrt Lebendigkeit zurück.
Der Körper reagiert dabei bei jedem Menschen anders.
Manchmal als nervlicher Schmerz, manchmal als absolute Starre, die du trotzdem als Nicht-Empfindung wahrnimmst.
Auch das ist schon Bewusstwerdung.

Wenn du diesen Weg durchschritten hast, bist du wieder auf deinem Weg der Sinnfindung.
Dann kommen oft die nächsten Dinge fast von selbst.
Hilfreich kann auch hier die Kunst sein.
Kunst bringt alle drei Ebenen zusammen und holt die Tiefe aus dir heraus, auf ein Bild.
Kunst ist Kunst, wenn sie das Tabu, die Tiefe, das ganze Sein des Künstlers in sich trägt, spürt man das. Dafür braucht es keine Worte.

Fazit

Schau in dein Umfeld. Schau den Menschen in die Augen. Die Augen sind das Tor der Seele.
Spür, welcher Impuls in dir aufsteigt, wenn du das tust, und folge ihm.
Auch bei einem Fremden auf der Parkbank. Das ist Menschlichkeit.
Wir dürfen zurück zu unserer Sensitivität finden, um diese emotionale Ebene zu erspüren, nicht nur bei uns selbst, sondern auch im Gegenüber. Das ist Empathie.

Wenn dich das berührt

Dieser Beitrag berührt ein sehr sensibles Thema.
Wenn dich das Gelesene persönlich betrifft oder du gerade selbst in einer schweren Zeit steckst, sprich bitte mit jemandem, dem du vertraust, oder wende dich an professionelle Hilfe.
Du musst das nicht alleine durchstehen.

 

Dieser Beitrag basiert auf einer Folge meines Podcasts
"Lilith und der kleine Tod". Die vollständige Episode findest du unter anderem auf Spotify & YouTube

Klick

mit einem Klick, verlässt du meine Website. Mehr siehe Datenschutz.

Du möchtest mit mir zusammenarbeiten ?

Dann schreibe mir unverbindlich eine Nachricht.

Ich freue mich auf Dich.

Jetzt Neu

kreative Workshopreihe

"Eine Reise zu dir Selbst"

🎙
Alle Podcastfolgen findest du auf Spotify, YouTube, Apple & Amazon music, etc.

🦋
Folgt mir für weitere Impulse zu Sexualität, Körper und Bewusstsein – jede Woche neu

📖
In meinen Blogbeiträgen schreibe ich über meine persönliche Sichtweise. Dies ist keine Therapieempfehlung und ersetzt auch keine Therapie.